Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Waging am See am 24. 07. 2013 um 19.30 Uhr im Gasthof Kupferkessel

Neben dem 1. Bürgermeister Herbert Häusl, den Gemeinderäten und einer stattlichen Anzahl von Zuhörern konnte 1. Vorsitzender Beppo Hofmann auch die Ehrengäste Michael Koller, Landtagskandidat aus Berchtesgaden und Brigitte Rudholzer aus Laufen als Bezirkstagskandidatin, die beide für den Stimmkreis Waging zuständig sind, begrüßen. Des weiteren waren die Listenkandidaten, Dr. Lothar Seissiger aus Siegsdorf, für den Landtag und Annelie Gromoll aus Inzell,  zum Bezirkstag anwesend. Auch stellte sich der Landratskandidat der FW Andreas Danzer aus Grabenstätt vor.

Beppo Hofmann, seit 2011 als Ortvorsitzender tätig,  sagte in seinem Rechenschaftsbericht, das vorletzte Jahr war einfacher für die Arbeit des Gemeinderates, waren doch in der abgelaufenen Zeit solche Themen wie die Turnhalle, der Lärmschutz an der Umgehungsstraße und der Bauhof zu entscheiden. Hier fielen die Stimmen der 8 Gemeinderäte und des Bürgermeisters einmal mehr ins Gewicht. Man entscheidet aber immer nach der eigenen, besten Meinung, was durchaus zu unterschiedlichen Abstimmungsergebnissen innerhalb der Fraktion führt – „und das ist gut so“ – so Hofmann. Das Kinderferienprogramm als Naturwanderung mit 40 Kindern war wieder ein voller Erfolg. Sein Dank galt hier Hias Schneider mit Familie und Willi Reiter. Auch eine Veranstaltung in Otting mit dem Thema: „wo wird in Waging gebaut“ mit vielen Interessenten war „Top“. Man habe sich bei den Waginger Freien dazu entschlossen, wenige, dafür hochwertige Veranstaltungen abzuhalten. Die Fraktionssitzungen dienten dazu, anstehende und kommende Themen zu beraten, denn vorausschauende Planungen sind in einer guten Gemeinde notwendig. Die Kosten der geplanten Turnhalle mit ca. 4.2 Mill. € sind für ihn Grenzwertig, aber Waging braucht eine moderne, zukunftsfähige Sportstätte. „Profitieren werden nicht nur der Sportverein und die Schule – hier tun sich der Allgemeinheit neue Möglichkeiten auf“, ist sich Hofmann sicher. Für das kommende Wahljahr müsse man bei den Wählern Überzeugungsarbeit leisten und die Akzeptanz der Bürger erarbeiten. Ausschlaggebend sind nicht Flyer oder Plakate, sondern ehrliche Arbeit zum Wohle der Bürger. Er ist sich sicher, wieder eine starke Liste aufbieten zu können, um den Bürgermeister und mindestens so viele Räte wie bisher, in Zukunft stellen zu können. Offene Fragen würden von allen gerne beantwortet.

Der Kassenbericht von Sepp Babl fiel zufriedenstellend aus und man sei für nächstes Jahr gerüstet. Dies bescheinigte auch der Prüfer Georg Seehuber.

Bürgermeister Herbert Häusl berichtete was bisher alles gemacht wurde. Der Kindergarten und die Tagesstätte in Waging wurden umgebaut. Hier sei man schon wieder voll belegt und 20 Kinder seien in anderen Gemeinden angemeldet. Ebenso in Otting mit 2 Gruppen und der eigene KIGA in Tettenhausen mit einer Gruppe. Der enge Tourismusverbund mit den Salzachgemeinden und dem Chiemgau Verbund habe sich bewährt. Waging habe ca. 400.000 Übernachtungen, was aber dem Großteil dem Camping zuzuordnen ist. Zum Thema „See“ sollen in den nächsten Wochen, in einer gemeinsamen Stellungnahme der Anlieger-Gemeinden, Details bekannt gegeben werden. Über den Tetrafunk ist im Moment überhaupt nichts zu hören berichtete er. Im Zuge des Turnhallenneubau´s würden wieder viele Parkplätze in unmittelbarer Nähe zur Ortsmitte entstehen. Auch sei erfreulich dass 5 Baugebiete über das gesamte Gemeindegebiet für Waging ausgewiesen werden konnten. Der Klimaschutz wird in Waging fortgeführt und weiterhin bewusst vorangetrieben. Besonders Erwähnenswert seien die niedrigen Preise für Wasser und Strom aus dem Betrieb der Gemeindewerke unter Leitung von Heinrich Taler, was den Bürgern von Waging zu Gute kommt. Das Waging ein lebendiger Ort sei, kann man an den vielen Veranstaltungen, wozu auch die Vereine maßgeblich beitragen, sehen und erleben. „Waging ist eine soziale Gemeinde, das werde bei uns gelebt und nicht nur besprochen“! „Denn nicht allen gehe es gut und diese Menschen müsse man bei der Hand nehmen“, so Häusl.

Brigitte Rudholzer sagte bei ihrer Vorstellung, besonders die soziale Arbeit im Hinblick auf die Altersarmut, alleinerziehende Mütter und die Unterstützung bei Lebensmittel-Tafeln sei ihr wichtig. Auch Notärzte, Sanitätsversorgung, Haus- und Fachärzte, sowie Apotheken auf dem Lande, müssen selbstverständlich sein. Als aktives Mitglied im Trachtenverein Laufen liegt ihr Brauchtum und Kultur sehr am Herzen. Denn Bayern ist Lebens-und Liebenswert und so soll es auch bleiben, so Rudholzer.

Für den Landtagskandidaten Michael Koller sei es wichtig, dass die Politik sachbezogen, unabhängig und Bürgernah ist. Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, damit ein wirkliches Miteinander in der Gesellschaft möglich ist. Ein sinnvoller Einsatz der Finanzen brauche mehr Spielraum vor Ort und Bildung sei der Schlüssel für eine stabile Zukunft zum Wohle der Kinder. In Sachen Finanzen beglückwünschte er Bürgermeister Häusl zur „Schuldenfreien Gemeinde“, was er sich zukünftig für mehrere Orte in unserer Gegend wünsche.

„Ich bewerbe mich um ihre Stimme für das Mandat, um denjenigen eine Stimme zu geben, die oft überhört und übersehen werden“ sagte Annelie Gromoll. Beim Bezirkstag werde immer nur über selbst verursachte, hohe Kosten gesprochen, aber viele wüssten nicht wie wertvoll er sei. Einfach teilhaben in allen Lebensbereichen, dafür stehe sie.

Waging sei ein Ort in dem viel geschaffen wurde sagte Landtagskandidat Dr. Lothar Seissiger  in seiner Vorstellung. Dies habe man bei einer Besichtigung mit Willi Reiter gesehen. Besonders vom Seniorenheimbereich sei er sehr angetan. Die Bürger müssten in politische Entscheidungen frühzeitig eingebunden werden. Dann werde die Mehrheit vernünftige Entscheidungen mittragen. Die Ausgaben für die Jugend in Bayern werden leider immer höher und seien von den Gemeinden alleine nicht mehr zu bewältigen, wie auch in vielen anderen Bereichen. Für die finanziellen Ausstattungen der Gemeinden und den ländlichen Raum seien bei weitem nicht genügend Mittel vorhanden. Die Vorschriften von oben seien nicht hilfreich, sondern Behindern die vernünftige Arbeit vor Ort. Die Bewerbung für Olympia werde man voll unterstützen, da die Region durch die Infrastruktur und den Tourismus nur gewinnen könne. Lob gab es für den  Bürgermeister, dessen Einsatz zu Gunsten des Waginger Sees gewaltig sei. Nur im Verbund mit den Landwirten sei es möglich, hier Erfolge zu erzielen.

Andreas Danzer stellte sich als Landratskandidat der Freien Wähler vor. Aufgestellt seien die FW´ler im Kreis Traunstein sehr gut und so gehe man mit Vernunft an die Sache heran. Für ihn sei es völlig klar, dass das Ziel nur sein kann, in die Stichwahl zu kommen, bei der man berechtigte Chancen hat. Politisches liege vieles im Argen, nicht nur finanziell. Hier sei wichtig die Schulden in Angriff zu nehmen und mit der Rückführung zu beginnen. Vernunft sei in allen Angelegenheiten angesagt und ein großer Spagat nötig, alles zusammen zu führen.

Nach sehr kurzweiligen 100 Minuten konnte Beppo Hofmann, ohne Diskussion, die harmonische Veranstaltung beenden, allen Gemeinderäten und anwesenden Dank sagen, sowie viel Glück für die kommende Zeit wünschen.