Brief an die Redaktion des Traunsteiner Tagblattes zu Veröffentlichung im Lokalteil der Traunsteiner am Freitag den 23.08.2013, Thema Klinikdefizit.

Sehr geehrter Herr Oberkandler, sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben nicht nur Passagen veröffentlicht welche das Defizit betreffen, bezüglich diesen Artikelteils bin ich richtig zitiert worden. Erstaunlich ist die gespielte Ahnungslosigkeit des Vorstandes bezüglich der Berechnung des Defizitbetrages. Rücklagenauflösungen sind bilanzwirksam. Sie stellen einen Einmaleffekt dar. Nicht korrekt war die Darstellung meiner Äußerungen bezüglich des Erhalts von unwirtschaftlichen Häusern aus wahltaktischen Gründen. Meine Befürchtung war und ist, wenn es uns nicht gelingen wird die strukturellen Fehlplanungen unserer Krankenhäuser zu beseitigen, wir bei der angespannten Finanzlage der Landkreise gezwungen sein Könnten, eine Veränderung der Krankenhauslandschaft herbeizuführen. Der einstimmige politische Wille ist es aber, die sechs Standorte beizubehalten. Eine Schließung von einzelnen Häusern wäre unsinnig und ginge gar nicht. Freilassing ist auch ein hervorragendes Bezirkskrankenhaus, Berchtesgaden hat  seit letztem Jahr eine neue, gut funktionierende geriatrische Reha und in Ruhpolding wird eine Akutgeriatrie entstehen. Die Flaggschiffe Traunstein und Reichenhall werden zur Daseinsfürsorge benötigt und Trostberg ist ein erfolgreiches Modell. So habe ich es dargestellt und dies entspricht meiner Überzeugung. In der Zwischenzeit entstehen bei mir ernste Zweifel, ob ich nur missverstanden wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Lothar Seissiger

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